Mein Weg vom Marathon zum Triathlon

written by runningbiene87
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Unsere größte Schwäche liegt darin aufzugeben oder etwas nie anzufangen.

Die Entscheidung vom Marathonlaufen zum Triathlon-Training zu wechseln, ging nicht von jetzt auf gleich, sondern dauerte einige Monate. Wer hierzu mehr erfahren möchte, ist hier genau richtig.

Anfang 2016 habe ich mit dem Laufen begonnen und war zuvor tatsächlich noch nie in der freien Natur laufen. Für mich war das alles Neuland und ich fand es faszinierend welchen Ausgleich mir das Laufen zum Alltag gab.

Da ich in den Jahren zuvor viel Cardio-Training im Fitness-Studio absolviert habe, war eine gewisse Grundausdauer vorhanden. Ich würde mal behaupten, die perfekten Voraussetzungen ziemlich schnell Fortschritte beim Laufen zu verspüren und auch längere Distanzen in Angriff nehmen zu können. So wurden aus 10km, 15km,  20km und ich lief meinen ersten Halbmarathon bereits wenige Monate später, im Mai 2016.

Darauf folgte im April 2017 das erste Mal die Marathon-Distanz und im Juni 2018 habe ich am ersten offiziellen Marathon teilgenommen. Ich stand beim Metropolmarathon Fürth an der Startlinie und im September 2018 durfte ich beim Seenlandmarathon den schönen Brombachsee zweimal umrunden.

Während meiner Lauferfahrungen kam ich auch immer wieder mit dem Triathlon in Kontakt. Im April 2016 verbrachten wir einen Urlaub im Hotel Playitas auf Fuerteventura, hier bestand mein Urlaub aber wirklich nur aus täglichen Laufeinheiten und chillen. Ich war weder am Schwimmen noch am Radfahren interessiert, obwohl mein Freund schon damals alle drei Disziplinen ausführte.

Aber der Urlaub hat doch Spuren hinterlassen und im Mai 2016 kaufte ich mir mein erstes Rennrad. So hatte ich die Möglichkeit meinen Partner ab und an mal zu begleiten und hatte ein wenig Abwechslung zum Laufen.

Bereits im Dezember 2016 ging es für uns nach Lanzarote in den Club La Santa. Hier schloss ich mich dem Triathlon-Trainingsplan von meinem Partner an, lediglich beim Schwimmen wollte ich noch nicht so wirklich mitziehen. Ich ging wohl mit ins Wasser, aber ich bevorzugte das gemütliche “Damen”-Schwimmen, ganz nach dem Motto den Kopf immer schön über Wasser halten.

Das Desinteresse am Schwimmen wollte einfach nicht verschwinden, aber zumindest kam die Lust auf, auch zu Hause Radfahren zu können. Somit kaufte ich mir im August 2017 meinen ersten Rollentrainer, einen Tacx Flux, und dem Indoor-Radfahren stand nichts mehr im Wege.

Ehrlich gesagt hielt das Interesse am Radfahren nicht lange an und ich ging doch wieder überwiegend laufen. Der Tacx Flux Rollentrainer blieb einige Wochen / Monate ungenutzt und kam erst wieder zum Einsatz, als wir unseren nächsten Urlaub ins Thanyapura Phuket gebucht haben. Nun musste ich wieder ein paar Radeinheiten integrieren, um mich auf die bevorstehenden Radausfahrten im Urlaub vorzubereiten.

Während dem Aufenthalt im Thanyapura Phuket im März 2018 kam ich das erste Mal tatsächlich mit dem Thema Schwimmen annähernd in Kontakt. Ich ging mit einer Schwimmbrille von meinem Partner schwimmen, aber es blieb nach wie vor mehr bei dem von mir bevorzugten “Damen”-Brustschwimmen, wobei ich ab und an auch mal mit dem Kopf ins Wasser abgetaucht bin.

Von April bis Juni 2018 konzentrierte ich mich wieder nur auf das Laufen und die Marathon-Vorbereitung für die Teilnahme am Metropolmarathon Fürth. Erst im Juli 2018 ging es auch für mich wieder ins Wasser, ich habe mir gezielt die Garmin Forerunner 645 Music gekauft, da diese Uhr auch für das Schwimmen geeignet ist. Relativ schnell fand ich Spaß am richtigen Brustschwimmen mit Badekappe, Schwimmbrille, Kopf unter Wasser und der richtigen Atemtechnik. Mit dem Schwimmstil Kraulen wollte ich aber nach wie vor nichts zu tun haben. 

Es kam die Überlegung auf, mich für einen ersten Triathlon (Sprintdistanz) anzumelden und das Schwimmen einfach mit dem Brustschwimmen zu bewältigen, aber ich entschied mich mal wieder dagegen und es folgte die Anmeldung für den Seenlandmarathon im September 2018. Wie sagt man so schön “Der Mensch ist ein Gewohnheitstier” und wieso neue Dinge wagen, wenn es nicht sein muss. Man kann doch einfach das machen, was man schon kann! Auch ich bin hier gerne bequem und gehe den leichten Weg.

Am Seenlandmarathon im September 2018 hatte ich bereits nach den ersten 15km einen Leistungseinbruch und mich quälte immer wieder die Frage wieso tue ich mir das an, irgendwie ist das Laufen doch ziemlich langweilig. Im Nachhinein bestätigte sich während dem Seenlandmarathon genau das, was mir schon in der Marathon-Vorbereitung aufgefallen ist, mir fehlt einfach Abwechslung, nur Laufen wird auf Dauer definitiv langweilig und eintönig.

Nach dem Seenlandmarathon war ich mir zunächst unsicher wie es nun weitergehen sollte, das Schimpfen / Fluchen währenddessen ist sicherlich ganz normal und ist danach relativ schnell vergessen. Aber es kam immer wieder die Frage auf “Wieso nicht mal was Neues ausprobieren”. Meine größte Sorge war bzw. ist nach wie vor das Thema Schwimmen! Ich bin kein Freiwasser-Liebhaber, in offenen Gewässern schwimmen ist eigentlich so gar nicht mein Ding, zudem kann ich nicht kraulen und ich bin nicht unbedingt der Mensch, der sich etwas anschaut und sofort umsetzen kann. Aber wie sagt man so schön “Wer nicht wagt der nicht gewinnt”!

Ich habe mich nun tatsächlich für meinen ersten Triathlon angemeldet und nein es wird keine Sprintdistanz, keine Olympische Distanz, sondern eine Mitteldistanz! Ich habe mich für einen Ironman70.3 angemeldet. Wieso? Ganz einfach, wenn soll sich der Trainingsaufwand auch rentieren – “halbe Sachen gibt es nicht”, ok die Volldistanz wäre für den Anfang doch eine Nummer zu heftig oder was meint ihr?

Nun waren wir im Dezember 2018 / Januar 2019 zum zweiten Mal im Thanyapura Phuket. Das Trainingslager bei diesen Temperaturen war mal wieder eine Herausforderung, aber ich denke es waren zwei erfolgreiche Wochen. Bei den Radausfahrten, konnte ich meine Wattleistungen definitiv etwas steigern, die Koppeleinheiten haben auch besser funktioniert als erwartet und das Schwimmtraining hat sogar Spaß gemacht! Sicherlich kann ich noch nicht sagen, dass ich nun wirklich die Kraultechnik beherrsche, aber ich kann ein paar Bahnen am Stück schwimmen und fühle mich dabei im Wasser wohl.

In den letzten drei Monaten habe ich einige Stunden mit Schwimmen, Radfahren und Laufen verbracht. Ich denke das Training hat deutlich Spuren hinterlassen und ich bin für den bevorstehenden Triathlon Anfang Mai gut vorbereitet. Beim Schwimmen ist definitiv noch Luft nach oben, aber ich denke ich werde mich die 1,9km über Wasser halten und den Weg in die Wechselzone finden. Auf die 90km Radfahren bin ich auch sehr gespannt, da doch einige Höhenmeter anstehen. Beim Laufen mache ich mir generell am wenigsten Sorgen, wobei die Vorbelastung natürlich nicht zu unterschätzen ist.

Wer Interesse hat mich die letzten Wochen auf meinem Weg zum ersten Triathlon im Mai 2019 zu begleiten, kann mir gerne bei Instagram folgen, hier werde ich die Vorbereitung für mein “Projekt Triathlon – Ironman 70.3” weiterhin mit euch teilen.

Meldet euch jederzeit gerne bei mir, wenn Fragen zu diesem Blogbeitrag aufkommen oder ihr allgemein Fragen zu meinen bisherigen sportlichen Erfahrungen habt.

 

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